Akutbehandlung

Akutbehandlung der aktivierten Arthrose

Die Entzündungsreaktion muss bekämpft werden und somit auch die Hauptbeschwerde des kranken Gelenkes, nämlich der Schmerz. Physikalisch kommen Kälteanwendung, Elektrotherapie, Ultraschall und Lymphdrainage zur Anwendung. Medikamentös werden schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Tabletten vom Arzt verordnet. Orthopädietechnische Hilfsmittel wie Bandagen, Gehstöcke, Pufferabsätze und Einlagen können hilfreich sein.

In der Praxis für interventionelle Schmerztherapie können mit Hilfe von modernen bildgebenden Verfahren aus der Radiologie wie Computer- und Kernspintomographen gezielte Injektionstherapien in den krankhaften Gelenken durchgeführt werden. Dabei werden entzündungshemmende Medikamente (auf pflanzlicher- oder Kortisonbasis) kombiniert mit örtlichen Betäubungsmitteln in den Bereich der Gelenkkapsel oder in das Gelenk 3-5 mal in mehrwöchigen Abständen durchgeführt werden.

"So viel Bewegung wie möglich, so wenig Belastung wie nötig"

Nach Abklingen der akuten Symptome der aktivierten Arthrose (Schwellung, Erguß, Rötung, Schmerzen auch in Ruhe) kann dann mit einem Muskelaufbauprogramm, zunächst unter krankengymnastischer Anleitung, begonnen werden. Zusätzlich sind Dehnung verkürzter und Entspannung verhärteter Muskelgruppen, Mobilisation, Gehschule und Bewegungsbäder sinnvoll. Ausreichend trainierte Muskeln beeinflussen eine Arthrose positiv aufgrund der verbesserten Gelenkführung. Angemessene Bewegungen abgenutzter Gelenke führen zu einer besseren Versorgung mit Nährstoffen. Eigenaktivität bei der Arthrosebehandlung ist eine Grundvoraussetzung, wobei als Richtlinie gilt:"So viel Bewegung wie möglich, so wenig Belastung wie nötig!" Daher sind für Arthrosen im Bereich der Beingelenke Schwimmen und Fahrradfahren ideale Sportarten, da hier das Körpergewicht nicht komplett auf den Gelenken lastet.


© 2009 Praxis für interventionelle Schmerztherapie OWL




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