Der Begriff Arthrose bezeichnet einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt. Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung (etwa erhöhtes Körpergewicht), angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen, wie Fehlstellungen der Gelenke, oder auch knöcherner Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gesehen.
Bei der Gelenkabnützung kommt es zu einer zunehmenden Aufrauung des Knorpels. Das führt in der weiteren Folge zu einem verstärkten Abrieb im Gelenk und dadurch zu entzündlichen Reaktionen. Außerdem kommt es bei einem zunehmendem Knorpelschaden zusätzlich zu Knochenveränderungen in der Gelenkumgebung.
Die Arthrose kann ebenfalls als Folge einer anderen
Erkrankung, beispielsweise einer Gelenkentzündung (Arthritis)
entstehen oder mit einer überlastungsbedingter Ergussbildung einhergehend
Grundsätzlich können alle Gelenke von arthrotischen Veränderungen betroffen
werden. In Deutschland ist die Erkrankung am häufigsten im Knie- und Fingergelenken
lokalisiert.
Bei der Arthrose führt eine anfängliche Knorpelschädigung im weiteren Verlauf zu Veränderungen am Knochen.
Um akute Gelenkschmerzen zu lindern, verordnet der Arzt Schmerzmittel, die gleichzeitig die Entzündung im Gelenk zurückdrängen. Dies sind die sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika, zu denen u.a. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Diclofenac gehören. In leichteren Fällen ist ihre Wirkung meist ausreichend. Allerdings können bei dauerhafter Behandlung Nebenwirkungen auftreten, die von Magendrücken über Magengeschwüre bis zu Nierenschädigungen reichen.
Bei akut schmerzhafter, entzündlicher Arthrose können Kortisonpräparate direkt in das betroffene Gelenk injiziert werden. Schmerzen, Gelenkschwellung und Entzündung bilden sich daraufhin rasch zurück. Da Kortisonpräparate viele Nebenwirkungen, wie zum Beispiel, steigender Blutdruck, Ausschlag, Gewichtszunahme zu folge haben können, bedient man sich der Injektion von körpereigenen Wirkstoffen, wie die Orthokin-Therapie oder gezielte Inhektionen mit Hyaloronsäure.






