PLDD (Perkutane LaserDiskusDekompression)
Die
PLDD ist eine Maßnahme zur Größenreduktion und Druckentlastung des
Bandscheibenkerns mit Hilfe der Laserenergie. Durch Verdampfen des gallertigen
Bandscheibengewebes und dem gleichzeitigen Veröden der in das Bandscheibenfach
sekundär gewachsenen schmerzhaften Nerven, kann eine Schmerzreduktion erfolgen.

Die PLDD wurde erstmalig im Jahre 1987 von Dr. Choy und Asher unter Einsatz eines Nd-YAG Lasers beschrieben und wurde seit dem in der Behandlung der Bandscheibenerkrankungen weltweit eingesetzt. In der Literatur finden sich unterschiedliche Angaben über die Erfolge und Misserfolge der Methode. Dabei werden unterschiedliche Lasergeräte mit unterschiedlichen Lasereigenschaften wie zum Beispiel kalte Laser (Hollmium-YAG) und warme Laser (Nd.-YAG und Diodenlaser) zum Einsatz gebracht. Die besten Erfahrungen konnten wir in den letzten Jahren mit Dioden-Laser (870 nm. Wellenlänge) erzielen.
Eine Schmerzreduktion durch die PLDD erfolgt durch das Verdampfen des gallertigen Bandscheibengewebes und durch eine Druckentlastung im Bandscheibenfach mit gleichzeitiger
- Verödung sensibler, schmerzender Nerven innerhalb der Bandscheibe,
- Unterdrückung der Produktion reizerregender Stoffe im Bereich der geschädigten Bandscheibe,
- Festigung des Bandscheiben-Faserrings.
Aufgrund der thermischen Wirkung des Lasers kann es zu Verletzungen in Deck- und Grundplatten der Bandscheibe kommen. Deshalb bevorzugen wir diese Methode zur Behandlung der fortgeschrittenen Diskusdegenerationen.
Die perkutane Laserdiskusdekompression erfolgt meist ambulant in örtlicher
Betäubung und leichter Sedierung. Das Vorgehen ähnelt der Diskographie – mit dem
Unterschied, dass nach Platzierung der Sonde in der Bandscheibe eine sehr dünne
Laserfaser über die liegende Sonde in die Bandscheibe gesetzt wird. Der
Laservorgang dauert ca. 5 bis 15 Minuten an. Anschließend wird das
Bandscheibenfach mehrfach mit steriler Kochsalzlösung gespült. Nach der
Injektion von Antibiotika, um eine eventuelle Infektion im Bandscheibenfach zu
vermeiden, wird die Kanüle herausgezogen. Nach der PLDD erfolgt eine
CT-Kontrolluntersuchung des Bandscheibenfaches.



