Wenn trotz gezielter Gelenkblockaden keine anhaltende
Besserung erreicht wird, kann in diesem Fall eine Verödung (Neurolyse) der
jeweiligen versorgenden Nerven des kleinen Wirbelgelenkes Abhilfe schaffen.
Dadurch ist eine länger anhaltende Schmerzlinderung (3-18 Monaten) möglich,
sodass die Patienten besser Krankengymnastik ausüben können. Gleichzeitig kann
ein chronisches Schmerzsyndrom aus dem Schmerzgedächtnis besser verdrängt und
dadurch die gesamte Schmerzsituation günstig beeinflusst werden.
Für die Facettengelenkeverödung gibt es zwei Verfahren:
Chemische Verödung: Hier werden mit Hilfe von neurotoxischen Lösungen wie Alkohol (Ethanol 94%) oder einer Zuckerlösung (Glucose 5%) auf chemische Weise die bestehenden Nerven eines jeweiligen Gelenkes verödet.
Thermische Verödung: Dabei werden mit Hilfe des Hochfrequenzstroms die versorgenden Nerven (Rami dorsalis medialis) der jeweiligen Gelenke verödet. Dabei setzten wir eine der modernsten Schmerzgeneratoren ein. Die Behandlung findet ambulant und unter Lokalanästhesie mit oder ohne Sedierung statt. Nach CT-gesteuerter Platzierung der Spezialsonden wird zunächst mit Hilfe eines speziellen Verfahrens der Nerv aufgesucht und dann gezielt mit ca. 90°C Temperatur verödet.





