Experten nennen das Verfahren der Bandscheibenoperation
mittels Wasserstrahls Hydrodiskektomie. Die Methode
stellt einen mikro-invasiven Eingriff dar. Für das Einführen der Instrumente ist
lediglich ein winziger Schnitt in die Haut erforderlich. Die Operation ist
schmerzarm und erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung . Ein extrem dünner und
nahezu 1000 km/h schneller Wasserstrahl aus der Kanüle entfernt wie ein Skalpell
bis zu drei Gramm Gewebe.
Die Einstichstelle ist nur zwei bis drei
Millimeter groß. Das Schneiden mit einem Wasserstrahl ist in der Industrie eine
lang etablierte Methode und wird nun für die Medizin weiterentwickelt. Der
Eingriff wird mit bildgebenden Verfahren kombiniert, derzeit vor allem mit der
Computertomographie. Der Operateur kann den Eingriff damit von außen exakt
kontrollieren. Dadurch ist es möglich, Operationsrisiken wie Vernarbungen
zuauszuschliessen.
"Durch die CT-Steuerung und die geringe Größe des
Wasserstrahls können die Bandscheibe mit minimalem Zugang punktgenau und
schmerzarm behandeln werden!"
Der Patient könne kurz nach der ambulanten Therapie wieder aufstehen.
Besonders Patienten mit kleineren Bandscheibenvorfällen und
Bandscheibenvorwölbungen könnten von diesem Verfahren profitieren.

