Calcium-Scoring

Was ist Calcium-Scoring ?

Die Computertomographie ist ein nicht invasives radiologisches Untersuchungsverfahren, die durch Schnittbilddiagnostik in der Lage ist, bestimmte Veränderungen im Körper zu zeigen.

Das Schnittbilddiagnoseverfahren wie die Computertomographie bieten größere Klarheit und mehr Details über die inneren Organe, Knochen, Weichteilgewebe und Blutgefäße, als die normalen Röntgenuntersuchungen.

Die Quantifizierung der Koronarverkalkung (Calcium-Scoring) mittels Messung einer Herz-CT ist eine nicht-invasive Methode zur Erlangung von Informationen über das Vorhandensein, Ort und Ausmaß der verkalkten Plaques (auch CAD genannt) in den Koronaren Herzgefäßen, somit eine Berurteilung über die Sauerstoff-Versorgung mit Blut zum Herzmuskel. Die verkalkten Plaques sind das Ergebnis einer Anhäufung von Fett und anderen Stoffen, die sich an der inneren Arterienwand ablagern. Dieses Material kann verkalken und das Auftreten von Arteriosklerose (eine Erkrankung der Gefäßwand) begünstigen, die auch als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet wird.

Menschen mit dieser Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte!

 

Darüber hinaus  können im Laufe der Zeit, durch das Fortschreiten der Plaque (CAD = coronary artery disease) Arterien verengt oder sogar verschlossen werden. Da Kalzium ein Marker für ein Plaque ist wird die Menge an Calcium auf einer Herz-CT erfasst und mit Hilfe eines hilfreichen Prognose-Tools (Plaqueerkennungprogramm) ausgewertet.

In diesem Bild sehen Sie einen transversalen Schnitt durch das menschliche Herz, mit allen 4 Herzkammern und den großen, sowie den kleinen Herzgefäßen. Da Kalzium als Marker für Plaques in den Gefäßen dient und Kalzium ein kompaktes Element ist, absorbiert es mehr Röntgenstrahlung als z.B. die Lunge (hier schwarz) oder das Herzmuskelgewebe. Durch das Auswertungsprogramm kann nun solche Kalkablagerungen in den Gefäßen erkannt werden und wie hier im Bild, rosa eingefärbt werden, dem Arzt die genaue Lage bzw. Größe dieses Plaques zeigen.

Was sind die häufigsten Anwendungen des Verfahrens?

Das Ziel von der Herz-CT für Calcium-Scoring bestimmt, ob Plaques vorhanden sind und in welchem Umfang, auch wenn es keine Symptome vorhanden sind. Es ist eine Screening-Untersuchung, die von einem Arzt für Patienten mit erhöhten Risikofaktoren für eine KHK, aber keinen klinischen Symptome empfohlen werden kann.

Die wichtigsten Risikofaktoren für eine KHK sind:

 

  •     hohen Cholesterinspiegel im Blut
  •     eine familiäre Vorbelastung
  •     Diabetes melitus
  •     Bluthochdruck
  •     Nikotinkonsum
  •     Übergewicht oder Fettleibigkeit
  •     körperliche Inaktivität

 

 

Die Quantifizierung der Koronarverkalkung (»Calcium-Scoring«) wurde vor etwa 20 Jahren erstmals eingesetzt und hat sich bis heute durch die modernen Computertomographen stetig verbessert. Aufgrund der weiten Verbreitung und der Möglichkeit einer anschließenden CT-Koronarangiographie hat sich in den letzten Jahren zunehmend die Mehrzeilen-CT für diesen Verwendungszweck durchgesetzt. Die Messwerte beider Methoden zeigen dabei eine hervorragende Übereinstimmung. Verkalkungen der Koronararterien gelten als ein empfindlicher Marker für das Vorliegen einer koronaren Arteriosklerose. Koronarverkalkungen finden sich zunehmend im fortgeschrittenen Stadium der arteriosklerotischen Plaqueentwicklung, können histopathologisch (krankhafte Gewebsveränderung) jedoch bereits in der zweiten Lebensdekade nachweisbar sein. Bei CT-Untersuchungen sind Koronarverkalkungen etwa ab dem 40. Lebensjahr bei Männern und etwa ab dem 45. Lebensjahr bei Frauen zu erwarten. Verglichen mit der Histopathologie hat das Ausmaß der Koronarverkalkung eine direkte Beziehung zur arteriosklerotischen Plaquebelastung in den Koronararterien.

 

 

 

 

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